Abschwächung am Arbeitsmarkt geht weiter

(o-ton) Die Zahl der Arbeitslosengeld I-Empfänger übersteigt im Juni den Vorjahreswert. Gegenüber Juni 2011 wurde ein Zuwachs um 13.000 Personen verzeichnet. Das entspricht rund zwei Prozent. Saisonbereinigt stieg die Zahl den fünften Monat in Folge. Auch die Gesamtarbeitslosigkeit hat saisonbereinigt zugenommen. Der Trend einer schwächelnden Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt setzt sich damit fort.

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Falschmeldungen zum Rückgang von Minijobs

(o-ton) Die jüngsten Meldungen zum Rückgang der Minijobber basieren auf nicht repräsentativen Daten. Das geht aus einer Mitteilung des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) hervor. Die von den Medien verbreiteten Zahlen stammen von der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Sie sind „keine amtliche Statistik … und sind nicht geeignet, statistische Aussagen über die Entwicklung der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungssituation in Deutschland zu treffen.“, heißt es von Seiten der Bundesagentur für Arbeit.
Laut Minijob-Zentrale stieg die Zahl der geringfügig Beschäftigten seit 2004 um lediglich 0,8 Prozent. In der offiziellen Statistik der BA sieht das deutlich anders aus: Rund 6,7 Millionen geringfügig Beschäftigte gab es im Dezember 2004, rund 7,3 Millionen im März 2012. Das entspricht einem Anstieg um 9 Prozent (599.870 Personen).

Zum Weiterlesen:

Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe, Kurzmitteilung, Stimmen die Daten zur Minijob-Entwicklung seit 2004

Welt Online, Zahl der Minijobber sinkt um 140.000

Höherer Vermittlungsaufwand bei erwerbsfähigen Hartz IV-Beziehern – geringeres Pro-Kopf-Budget für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen

© Thomas Weißenfels – Fotolia.com

(o-ton) Sinkende Arbeitslosenzahlen rechtfertigen Kürzungen bei der Arbeitsmarktpolitik, so der Tenor der Bundesregierung gegenüber Kritik an den massiven Einsparungen. Grundsätzlich logisch, doch auch das Pro-Kopf-Budget schrumpft. Bei einem deutlich höheren Vermittlungsaufwand für die verbleibenden nicht erwerbstätigen Hartz IV-Bezieher ist das höchst problematisch.

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Werkverträge: Öffentliche Anhörung im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales

(o-ton) Am 23. April 2012 fand im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales eine öffentliche Anhörung zum Thema Werkverträge statt. Anlass waren Anträge der Fraktionen Die Linke und von Bündnis 90/Die Grünen. Sie sehen eine Entwicklung hin zu Scheinwerkverträgen und beantragen die Einführung gesetzlicher Regelungen, um Missbrauch zu verhindern.

Zu den Forderungen gehört unter anderem die Einführung einer so genannten Vermutungsregel. Das Vorliegen eines Scheinwerkvertragsverhältnisses soll vermutet werden, wenn die Tätigkeit ein oder mehrere festgelegte und genau abgegrenzte Merkmale erfüllt. Es soll dann dem Arbeitgeber obliegen, das Gegenteil zu beweisen.

Unsere Tabelle fasst die wesentlichen Positionen der Teilnehmer zusammen:

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