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Weniger Arbeitsmarktpolitik, mehr Arbeitslose

(o-ton) Die Einsparungen bei der Arbeitsmarktpolitik in Kombination mit einer sinkenden Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes sorgen für einen deutlichen Anstieg der Kurzzeitarbeitslosigkeit. Bereits den sechsten Monat in Folge ist die Zahl der Arbeitslosengeld-Empfänger gestiegen. Aktuell liegt sie bei 806.000 Personen. Der Zuwachs fiel im November mit einem Plus von 12 Prozent zudem besonders stark aus.

Die Zahl der Arbeitslosengeld-Empfänger ist im Vorjahresvergleich bereits den sechsten Monat infolge gestiegen und liegt aktuell bei 806.000 Personen. Mit einem Plus von 87.000 Personen beziehungsweise 12 Prozent fiel der Vorjahreszuwachs im November zudem sehr stark aus. Das geht aus dem aktuellen Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor.

Ein Hauptgrund für den Anstieg der Kurzzeitarbeitslosigkeit ist der reduzierte Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. Im November gab es gegenüber dem Vorjahr rund 29 Prozent weniger Arbeitslosengeld-Bezieher, die an einer Maßnahme teilnahmen und aufgrund dessen nicht in die Arbeitslosenstatistik eingingen.

Die nun auch „offiziell“ Arbeitslosen treffen auf schwierigere Arbeitsmarktbedingungen. Ihnen fällt die Stellensuche durch die abnehmende Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes deutlich schwerer. Im November 2012 waren der BA noch 451.000 Arbeitsstellen gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Bestand damit um 41.000 Stellen beziehungsweise acht Prozent reduziert.

Zum Weiterlesen:

Bundesagentur für Arbeit, Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland, November 2012

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