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Langzeit-Hartz-IV-Bezug bleibt Problem in den neuen Bundesländern

Dauerhafte Abhängigkeit von Hartz-IV-Leistungen ist besonders in den neuen Bundesländern ein großes Problem. Mit Ausnahme von Thüringen sind hier mehr als die Hälfte der Hartz-IV-Empfänger schon seit vier Jahren oder länger im Leistungsbezug.

In den neuen Bundesländern ist der Anteil der Hartz-IV-Empfänger mit Bezugsdauern von vier Jahren oder mehr seit Jahren besonders hoch (O-Ton berichtete). In Sachsen-Anhalt (55 Prozent), Brandenburg (55 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen (jeweils 54 Prozent) und Berlin (53 Prozent) sind deutlich über die Hälfte betroffen. Demgegenüber stehen deutlich geringere Anteile in Bayern (34 Prozent), Baden-Württemberg (35 Prozent) und Rheinland-Pfalz (36 Prozent). Bei den alten Bundesländern erreichen Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen mit Anteilen von rund 45 Prozent die höchsten Werte.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Darstellung: O-Ton Arbeitsmarkt.

Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat sind die Anteilswerte in allen Ländern bis auf Brandenburg und das Saarland gesunken. Während der Anteil der Hartz-IV-Empfänger mit Bezugsdauern über vier Jahren in Brandenburg um 0,5 Prozentpunkte zugenommen hat, stagniert er im Saarland.

In absoluten Zahlen ausgedrückt ist der Hartz-IV-Bezug mit einer Dauer über vier Jahren allerdings in den neuen Ländern am stärksten zurückgegangen: So hat sich dieser Personenkreis beispielsweise in Sachsen zwischen Dezember 2016 und Dezember 2017 um rund 11.000 Personen beziehungsweise 8,6 Prozent verkleinert. Die grundlegenden regionalen Unterschiede blieben davon dennoch bislang unberührt: Die Verfestigung der dauerhaften Hilfebedürftigkeit bleibt in den neuen Ländern ein größeres Problem.

 

 

Zum Weiterlesen:

Bundesagentur für Arbeit, Verweildauern im SGB II – Deutschland, West/Ost, Länder und Kreise (Monatszahlen), Dezember 2016 – Dezember 2017.

Bild: Colourbox.de