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Öffentlich geförderte Beschäftigung: Minus 50 Prozent seit 2010

© rubysoho - Fotolia.com

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(o-ton) Im Zuge der Instrumentenreform vom April 2012 hat die Bundesregierung Maßnahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung massiv reduziert. Seit 2010 wurde die Teilnehmerzahl halbiert. Besonders groß sind die Einschnitte bei den Arbeitsgelegenheiten beziehungsweise „Ein-Euro-Jobs“. Das geht aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor.

Immer weniger Langzeitarbeitslose nehmen an öffentlich geförderten Beschäftigungsmaßnahmen (ögB) teil. Der stärkste Rückgang ist seit 2010 zu beobachten. Seither haben sich die Teilnehmerzahlen von etwa 344.000 auf rund 173.000 Personen in 2012 halbiert. Allein von 2010 auf 2011 sank der Teilnehmerbestand um rund 38 Prozent. In den Jahren von 2006 bis 2009 schwankten die Zahlen hingegen noch relativ konstant zwischen rund 380.000 und 366.000 Teilnehmern.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Jahreszahlen zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten, Tabelle Deutschland Be, Darstellung O-Ton Arbeitsmarkt

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Jahreszahlen zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten, Tabelle Deutschland Be, Darstellung O-Ton Arbeitsmarkt

 

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Jahreszahlen zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten, Tabelle Deutschland Be, Darstellung O-Ton Arbeitsmarkt

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Jahreszahlen zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten, Tabelle Deutschland Be, Darstellung O-Ton Arbeitsmarkt

Minus 55 Prozent bei den „Ein-Euro-Jobs“ seit 2010

Die Arbeitsgelegenheiten („Ein-Euro-Jobs“) sind mit Anteilen von um die 80 Prozent das zahlenmäßig wichtigste Instrument der öffentlich geförderten Beschäftigung. Hier zeigen sich die Folgen der Instrumentenreform und der gesamten Sparmaßnahmen in der Arbeitsmarktpolitik am deutlichsten. Gab es im Jahresdurchschnitt 2010 noch mehr als 306.000 Teilnehmer, waren es 2012 es nur noch knapp 137.000. Das entspricht einem Rückgang um mehr als 55 Prozent.

Mit der Instrumentenreform wurden die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) vollständig abgeschafft. Der Beschäftigungszuschuss (BEZ) wurde gemeinsam mit den Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante zum neuen Instrument Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV) zusammengefasst. Das neue Instrument Förderung von Arbeitsverhältnissen zählt in 2012 nur 1.180 Teilnehmer. 2011 kam das Programm Bürgerarbeit als weitere Maßnahme hinzu. An der so genannten Beschäftigungsphase der Bürgerarbeit nahmen im letzten Jahr mehr als 27.100 Personen teil. Das Bundesprogramm Bürgerarbeit endet jedoch Ende 2014.

Zum Weiterlesen:

Bundesagentur für Arbeit (2012), Arbeitsmarkt in Zahlen, Förderstatistik, Jahreszahlen zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten – Zeitreihen, Deutschland, Jahreszahlen 2011

Bundesagentur für Arbeit (2012), Arbeitsmarkt in Zahlen, Förderstatistik, Jahreszahlen zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten – Deutschland, Jahreszahlen 2012

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