Arbeitsmarktpolitik

2018: Arbeitsmarktpolitische Förderung

Die Zahl der Teilnehmenden an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in der Arbeitslosenversicherung und dem Hartz-IV-System lag nach vorläufigen und hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Jahresdurchschnitt 2018 bei knapp 845.000 Personen. Das waren knapp 49.000 oder drei Prozent mehr als im Vorjahr. Nachdem die Zahl der Teilnehmenden an allen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in den letzten beiden Jahren gestiegen war, sank sie 2018 erstmalig wieder. Einzig im Förderbereich der Freien Förderung wurden im vergangenen Jahr mehr Teilnahmen gezählt als im Jahr 2017. Zuvor hatte sich zwischen 2009 bis 2017 die Zahl der Teilnehmenden an allen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen mehr als halbiert.

Der Rückgang der Teilnahmen ist angesichts der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt nicht überraschend. In Relation zu den 2,34 Millionen Arbeitslosen im Jahr 2018 haben die Förderungen sogar leicht zugenommen. Zudem gab es vor allem zum Jahresbeginn 2018 aufgrund der verspäteten Haushaltsbeschlüsse deutlich weniger Teilnahmen als im gleichen Zeitraum des Jahres 2017 (O-Ton berichtete). Der langfristige Trend des kontinuierlichen Teilnehmerrückgangs bei den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wurde 2016 erstmals gestoppt. Gemessen an den Teilnahmen vor dem Abbau, die 2010 noch fast 1,5 Millionen Menschen erreichten, kann aber von keiner Trendwende gesprochen werden.

Hier die Entwicklung in den einzelnen Förderbereichen seit 2010:

– Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung: 2010: 226.634 Teilnehmende, 2018: 192.653 Teilnehmende, dies entspricht einem Minus von 15,0 Prozent.

– Berufswahl und Berufsausbildung: 2010: 272.022 Teilnehmende, 2018: 191.652 Teilnehmende, das ist ein Minus von 29,5 Prozent.

– Berufliche Weiterbildung: 2010: 214.810 Teilnehmende, 2018: 166.275 Teilnehmende, dies zeigt einen Rückgang um 22,6 Prozent

– Aufnahme einer Erwerbstätigkeit: 2010: 356.509 Teilnehmende, 2018: 117.432 Teilnehmende und damit ein Minus von 67,1 Prozent.

– Besondere Maßnahmen zur Teilhabe behinderter Menschen: 2010: 82.947 Teilnehmende, 2018: 67.277 Teilnehmende, dies entspricht einem Minus von 18,9 Prozent.

– Beschäftigung schaffende Maßnahmen: 2010: 308.955 Teilnehmende, 2018: 94.188 Teilnehmende, dies zeigt einen Rückgang um 69,5 Prozent.

– Freie Förderung/ Sonstige Förderung: 2010: 31.638 Teilnehmende, 2018: 15.153 Teilnehmende und damit ein Minus von 43,4 Prozent.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Darstellung O-Ton Arbeitsmarkt.

2017: Arbeitsmarktpolitische Förderung

Die Zahl der Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in der Arbeitslosenversicherung und dem Hartz-IV-System lag nach vorläufigen und hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Jahresdurchschnitt 2017 bei rund 895.000 Personen. Das waren rund 26.000 oder drei Prozent mehr als im Vorjahr. 2017 stieg die Zahl der Teilnehmer an allen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen das zweite Jahrt in Folge an. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Teilnehmerzahlen in allen Förderbereichen mit Ausnahme der Freien Förderung (minus 0,3 Prozent) und den besonderen Maßnahmen zur Teilhabe behinderter Menschen (minus 0,9 Prozent).

Der langfristige Trend des kontinuierlichen Teilnehmerrückgangs bei den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wurde 2016 gestoppt. Gemessen an den Teilnehmerzahlen vor dem Abbau, die 2010 noch fast 1,5 Millionen Menschen erreichten, kann aber von keiner Trendwende gesprochen werden. Hier die Entwicklung in den einzelnen Förderbereichen seit 2010:

– Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung: 2010: 226.634 Teilnehmer, 2017: 216.882 Teilnehmer, dies entspricht einem Minus von 4,3 Prozent.

– Berufswahl und Berufsausbildung: 2010: 272.022 Teilnehmer, 2017: 193.091 Teilnehmer, das ist ein Minus von 29,0 Prozent.

– Berufliche Weiterbildung: 2010: 214.810 Teilnehmer, 2017: 169.336 Teilnehmer, dies zeigt einen Rückgang um 21,2 Prozent

– Aufnahme einer Erwerbstätigkeit: 2010: 356. 509 Teilnehmer, 2017: 132.361 Teilnehmer und damit ein Minus von 62,9 Prozent.

– Besondere Maßnahmen zur Teilhabe behinderter Menschen: 2010: 82.947 Teilnehmer, 2017: 68.276 Teilnehmer, dies entspricht einem Minus von 17,7 Prozent.

– Beschäftigung schaffende Maßnahmen: 2010: 308.955 Teilnehmer, 2017: 99.829 Teilnehmer, dies zeigt einen Rückgang um 67,7 Prozent.

– Freie Förderung/ Sonstige Förderung: 2010: 31.638 Teilnehmer, 2017: 14.704 Teilnehmer und damit ein Minus von 53,5 Prozent.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Darstellung O-Ton Arbeitsmarkt.

2016: Arbeitsmarktpolitische Förderung

Die Zahl der Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen in der Arbeitslosenversicherung und dem Hartz-IV-System lag nach vorläufigen und hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Jahresdurchschnitt 2016 bei rund 870.000 Personen. Das waren rund 60.600 oder 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr. 2016 war damit das erste Jahr seit 2009, in dem die Zahl der Teilnehmer an allen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wieder anstieg. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Teilnehmerzahlen in allen Förderbereichen mit Ausnahme der Beschäftigung schaffenden Maßnahmen (minus 0,8 Prozent) und den besonderen Maßnahmen zur Teilhabe behinderter Menschen (minus 0,2 Prozent).

Der langfristige Trend des kontinuierlichen Teilnehmerrückgangs bei den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wurde 2016 damit erstmals gestoppt. Gemessen an den Teilnehmerzahlen vor dem Abbau, die 2010 noch fast 1,5 Millionen Menschen erreichten, kann aber von keiner Trendwende gesprochen werden. Hier die Entwicklung in den einzelnen Förderbereichen seit 2010:

– Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung: 2010: 226.634 Teilnehmer, 2016: 208.327 Teilnehmer, dies entspricht einem Minus von 8,1 Prozent.

– Berufswahl und Berufsausbildung: 2010: 272.022 Teilnehmer, 2016: 190.302 Teilnehmer, das ist ein Minus von 30,0 Prozent.

– Berufliche Weiterbildung: 2010: 214.810 Teilnehmer, 2016: 168.275 Teilnehmer, dies zeigt einen Rückgang um 21,7 Prozent

– Aufnahme einer Erwerbstätigkeit: 2010: 356. 509 Teilnehmer, 2016: 124.524 Teilnehmer und damit ein Minus von 65,1 Prozent.

– Besondere Maßnahmen zur Teilhabe behinderter Menschen: 2010: 82.947 Teilnehmer, 2016: 69.127 Teilnehmer, dies entspricht einem Minus von 16,7 Prozent.

– Beschäftigung schaffende Maßnahmen: 2010: 308.955 Teilnehmer, 2016: 94.780 Teilnehmer, dies zeigt einen Rückgang um 69,3 Prozent.

– Freie Förderung/ Sonstige Förderung: 2010:31.638 Teilnehmer, 2016: 14.637 Teilnehmer und damit ein Minus von 53,7 Prozent.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Förderstatistik

2015: Arbeitsmarktpolitische Förderung

Die Förderung von (Langzeit-)Arbeitslosen mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen ist in den letzten Jahren massiv zurückgefahren worden. Nach einem Anstieg in den Jahren der Wirtschaftskrise 2008/2009 ist die Teilnehmerzahl an allen Maßnahmen seit 2010 von 1.493.517 auf 809.390 und damit um 45,81 Prozent gesunken.

Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung: 2010: 226.634 Teilnehmer, 2015: 167.649 Teilnehmer, dies entspricht einem Minus von 26,03 Prozent.

Berufwahl und Berufsausbildung: 2010: 272.022 Teilnehmer, 2015: 180.750 Teilnehmer, das ist ein Minus von 33,55 Prozent.

Berufliche Weiterbildung: 2010: 214.810 Teilnehmer, 2015: 166.429 Teilnehmer, dies zeigt einen Rückgang um 22,52 Prozent

Aufnahme einer Erwerbstätigkeit: 2010: 356. 509 Teilnehmer, 2015: 117.045 Teilnehmer und damit ein Minus von 67,12 Prozent.

Besondere Maßnahmen zur Teilhabe behinderter Menschen: 2010: 82.947 Teilnehmer, 2015: 69.258 Teilnehmer, dies entspricht einem Minus von 16,5 Prozent.

Beschäftigung schaffende Maßnahmen: 2010: 308.955 Teilnehmer, 2015: 95.529 Teilnehmer, dies zeigt einen Rückgang um 69,08 Prozent.

Freie Förderung/ Sonstige Förderung: 2010:31.638 Teilnehmer, 2015: 12.740 Teilnehmer und damit ein Minus von 59,73 Prozent.

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Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Aktuelle Daten zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten Deutschland, West- und Ostdeutschland, D Be insg und Bundesagentur für Arbeit, Aktuelle Daten zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten Deutschland, West- und Ostdeutschland, D Be insg. 2006-2013.