Öffentlich geförderte Beschäftigung

2016: ÖgB

Mit der Instrumentenreform 2012 hat die Bundesregierung arbeitsmarktpolitische Maßnahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung massiv reduziert. Seit 2010 ist die Teilnehmerzahl auf weniger als ein Drittel gesunken. Die Bundesprogramme sorgen nur für einen leichten Anstieg der Teilnehmerzahlen.

Zu den Maßnahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung gehörten 2016 die Arbeitsgelegenheiten, besser bekannt als „Ein-Euro-Jobs“, die Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV) und die beiden Bundesprogramme Soziale Teilhabe und zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter. Bei den Arbeitsgelegenheiten sanken die Teilnehmerzahlen auf etwa 80.000 Personen. Der Beschäftigungszuschuss (BEZ) wurde gemeinsam mit den Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante zum neuen Instrument Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV) zusammengefasst. Die FAV zählte 2016 rund 8.000 Teilnehmer.

Neu hinzugekommen sind 2015 die beiden Bundesprogramme Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt und Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter, mit denen 2016 rund 6.700 beziehungsweise 6.800 Menschen gefördert wurden.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Statistik zu arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen

2015: ÖgB

2015 setzte sich der langfristige Trend der Einsparungen bei der Arbeitsmarktpolitik fort. Nach massiven Einschnitten ab 2009 sinken die Teilnehmerzahlen zwar nicht mehr so stark, pendeln sich aber mit teils leichten Zuwächsen und teils leichten Rückgängen auf konstant niedrigem Niveau ein.

Zu den Maßnahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung gehörten 2015 die Arbeitsgelegenheiten, besser bekannt als „Ein-Euro-Jobs“, die Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV), der Beschäftigungszuschuss und das neue Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter. Bei den Arbeitsgelegenheiten sanken die Teilnehmerzahlen auf etwa 87.000 Personen. Einen Beschäftigungszuschuss erhielten noch etwa 3.700 Personen. Auch die Teilnehmerzahlen bei der FAV ist 2015 auf 8400 Teilnehmer gesunken. Die Bürgerarbeit ist Ende 2014 ausgelaufen. Neu hinzugekommen ist das Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsberechtigter, das 2015 aber auf gerade einmal 550 Teilnehmer kam.

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Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt in Zahlen, Förderstatistik, Jahreszahlen zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten – 2015, Darstellung O-Ton Arbeitsmarkt (Bundesprogramm aufgrund der kleinen Fallzahl nicht erkennbar).

2014: ÖgB

2014 setzte sich der langfristige Trend der Einsparungen bei der Arbeitsmarktpolitik fort. Nach massiven Einschnitten ab 2009 sinken die Teilnehmerzahlen zwar nicht mehr so stark, pendeln sich aber mit teils leichten Zuwächsen und teils leichten Rückgängen auf konstant niedrigem Niveau ein.

Zu den Maßnahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung gehörten 2014 die Arbeitsgelegenheiten, besser bekannt als „Ein-Euro-Jobs“, die Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV), die Beschäftigungsphase der Bürgerarbeit und der Beschäftigungszuschuss. Bei den Arbeitsgelegenheiten sanken die Teilnehmerzahlen auf etwa 97.000. Die Teilnehmer an der 2014 ausgelaufenen Bürgerarbeit nahmen 2014 auf etwa 18.000 Teilnehmer ab. Einen Beschäftigungszuschuss erhielten noch etwa 4.200 Personen. Einen leichten Zuwachs verzeichnete allerdings die FAV mit über 9.000 Teilnehmern im Jahr 2014.

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Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt in Zahlen, Förderstatistik, Jahreszahlen zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten – Deutschland, Jahreszahlen 2014 (weitere Jahreswerte per Dropdown-Menü abrufbar), Darstellung O-Ton Arbeitsmarkt.

2013: ÖgB

Immer weniger Langzeitarbeitslose werden mit Maßnahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung (ögB) gefördert. Der stärkste Rückgang ist seit 2010 zu beobachten. Seither haben sich die Teilnehmerzahlen von etwa 344.000 auf rund 152.000 Personen im Jahr 2013 mehr als halbiert (minus 56 Prozent).

Die Arbeitsgelegenheiten („Ein-Euro-Jobs“) sind das zahlenmäßig wichtigste Instrument der öffentlich geförderten Beschäftigung. Hier werden die Folgen der Instrumentenreform und der Sparmaßnahmen in der Arbeitsmarktpolitik besonders deutlich. Gab es im Jahresdurchschnitt 2010 noch mehr als 306.000 Ein-Euro-Jobber, waren es 2013 es nur noch rund 111.000.

Mit der Instrumentenreform wurden die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) vollständig abgeschafft. Der Beschäftigungszuschuss (BEZ) wurde gemeinsam mit den Arbeitsgelegenheiten in der Entgeltvariante zum neuen Instrument Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV) zusammengefasst. FAV zählte 2013 nur rund 7.000 Teilnehmer.  An der so genannten Beschäftigungsphase der Bürgerarbeit nahmen im letzten Jahr etwa 28.000 Personen teil.

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Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Aktuelle Daten zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten Deutschland, West- und Ostdeutschland, D Be insg.

2012: ÖgB

Immer weniger Langzeitarbeitslose nehmen an öffentlich geförderten Beschäftigungsmaßnahmen (ögB) teil. Der stärkste Rückgang ist seit 2010 zu beobachten. Seither haben sich die Teilnehmerzahlen von etwa 344.000 auf rund 173.000 Personen in 2012 halbiert.

Die Arbeitsgelegenheiten („Ein-Euro-Jobs“) sind mit Anteilen von um die 80 Prozent das zahlenmäßig wichtigste Instrument der öffentlich geförderten Beschäftigung. Hier zeigen sich die Folgen der Instrumentenreform und der gesamten Sparmaßnahmen in der Arbeitsmarktpolitik am deutlichsten. Gab es im Jahresdurchschnitt 2010 noch mehr als 306.000 Teilnehmer, waren es 2012 nur noch knapp 137.000. Mit der Instrumentenreform wurden die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) vollständig abgeschafft. Das neue Instrument Förderung von Arbeitsverhältnissen zählt in 2012 nur 1.180 Teilnehmer.  An der so genannten Beschäftigungsphase der Bürgerarbeit nahmen im letzten Jahr mehr als 27.100 Personen teil.

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Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Jahreszahlen zu arbeitsmarktpolitischen Instrumenten, Tabelle Deutschland Be, Darstellung O-Ton Arbeitsmarkt