Tatsächlich fast vier Millionen Arbeitslose im Februar

(o-ton) Im Februar waren fast vier Millionen Menschen ohne Arbeit. Die Differenz zu der offiziellen Arbeitslosenzahl von rund 3,16 Millionen füllen unter anderem über 58-Jährige ohne Jobangebot innerhalb eines Jahres, Ein-Euro-Jobber oder am Zähltag Krankgeschriebene. Sie werden Monat für Monat aus der offiziellen Zahl herausgerechnet, wie ein Blick auf die Unterbeschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt.

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Staat subventioniert Niedriglöhne mit 8,7 Milliarden Euro

(o-ton) Über 1,2 Millionen abhängig Beschäftigte in Deutschland bezogen 2011 aufstockende „Hartz IV“-Leistungen, obwohl sie Arbeit hatten. Etwa die Hälfte (46 Prozent) war voll- oder teilzeitbeschäftigt und erreichte dennoch kein Gehalt, das den Lebensunterhalt abdecken konnte. Den Staat kostete diese Subventionierung von Niedriglöhnen insgesamt 8,7 Milliarden Euro. Das geht aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor.

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Staat subventioniert Leiharbeit mit „Hartz IV“

9,6 Prozent aller Leiharbeitskräfte verdienen so wenig, dass sie zusätzlich „Hartz IV“-Leistungen beziehen. 2011 kostete das den Staat 307,6 Millionen Euro. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). O-Ton Arbeitsmarkt berichtete zu diesem Thema Ende Januar:

Bei drei Viertel aller vollzeitbeschäftigten Zeitarbeiter liegt das Einkommen unterhalb der Niedriglohnschwelle. Über alle Branchen und Qualifikationsniveaus hinweg verdienen sie deutlich weniger als ihre regulär beschäftigten Kollegen. Bei 9,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Leiharbeiter ist das Einkommen so gering, dass sie zusätzlich „Hartz IV“-Leistungen erhalten – Tendenz steigend.

Zum Weiterlesen:

O-Ton Arbeitsmarkt, 75 Prozent Niedriglöhner in der Zeitarbeit

Der Spiegel, DGB-Kritik: Staat subventioniert Leiharbeit mit Hartz IV

Monatlich 10.403 vollsanktionierte „Hartz IV“-Empfänger in 2011

(o-ton) 2011 gab es jeden Monat etwa 10.403 „Hartz IV“-Empfänger, deren Regelleistung bis zu drei Monate lang vollständig gestrichen wurde. Das geht aus den Antworten der Bundesregierung auf kleine Anfragen der Linken hervor. In dieser Zeit führen die Betroffenen ein Leben unterhalb des Existenzminimums. Jugendliche unter 25 Jahren treffen Sanktionen besonders hart. Im Extremfall sind Betroffene nur noch eingeschränkt krankenversichert.

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