Zahl der Leiharbeiter 2011 auf Höchststand

(o-ton) Im Jahresdurchschnitt 2011 gab es in Deutschland rund 882.000 Leiharbeitnehmer, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus den aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit zur Arbeitnehmerüberlassung hervor. Auch die Zahl der Verleihbetriebe ist gestiegen. Ende 2011 waren es 17.700, sieben Prozent mehr als noch Ende 2010.

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Mittel für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen: Das Sparen geht weiter

(o-ton) Seit Ende 2010 reduziert die Regierung die Mittel für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen bei Arbeitslosen in der Grundsicherung („Hartz IV“). Und auch 2013 geht das Sparen weiter: Dann werden den Jobcentern nur noch etwa 3,3 Milliarden Euro für die sogenannten Leistungen zur Eingliederung in Arbeit gemäß SGB II zur Verfügung stehen, wie aus dem Mitte Juni beschlossenen Bundeshaushalt hervorgeht.
2012 standen noch rund 3,8 Milliarden für die Eingliederungsmittel zur Verfügung, etwa 12 Prozent mehr.
Gegenüber 2010 entspricht dies Kürzungen von annähernd 50 Prozent (etwa drei Milliarden Euro), wie das Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) berechnet hat.

Zum Weiterlesen:

Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe, SGB II-Eingliederungsmittel in den Haushaltsjahren 2010 bis 2013

Integrationsprogramm Bürgerarbeit: Zielgruppen profitieren unterschiedlich

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(o-ton) Das mit 1,3 Milliarden Euro geförderte Programm Bürgerarbeit zur Arbeitsmarktintegration Langzeitarbeitsloser in Deutschland läuft seit Juli 2010. Die Wirkung ist bisher unklar. Erste Daten deuten aber darauf hin, dass die Vermittlungsbemühungen in der Aktivierungsphase nur wenig an den Arbeitsmarktproblemen von Personen mit besonderen Vermittlungshemmnissen ändern.

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Über 15 Prozent der Deutschen von Armut bedroht

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(o-ton) 2010 waren 15,6 Prozent der Bevölkerung in Deutschland von Armut bedroht, Tendenz steigend. Das geht aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Im EU 15-Vergleich liegt Deutschland demnach leicht über dem Durchschnitt von 15,3 Prozent. Junge Menschen unter 18 Jahren sind überdurchschnittlich gefährdet. Die Zahlen deuten zudem auf eine sinkende Wirksamkeit des Sozialsystems bei der Armutsvermeidung hin.

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