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BAG Arbeit fordert bessere Maßnahmen für Arbeitslose

amnews-2-300x190Die BAG Arbeit hält die derzeitige Arbeitsmarktförderung für Arbeitslose für unzureichend. In einem Positionspapier fordert sie die zukünftige Bundesregierung dazu auf, die Mittel zur Förderung von Arbeitslosen erheblich aufzustocken und die Fördermaßnahmen qualitativ zu verbessern.

Arbeitslose und Langzeitarbeitslose in Deutschland werden zu wenig und zu schlecht gefördert. Zu diesem Schluss gelangt die BAG Arbeit, ein Zusammenschluss aus Beschäftigungs- und Qualifizierungsunternehmen in Deutschland. In Ihrem Positionspapier „Neue Wege in der Arbeitsmarktförderung“ kritisieren sie die vergangenen Kürzungen der Fördermaßnahmen für Arbeitslose.

Das Budget, das Jobcentern und Arbeitsagenturen zur arbeitsmarktpolitischen Förderung zur Verfügung steht, war in der Vergangenheit nicht nur durch direkte Kürzungen, sondern auch durch Umschichtungen vom Eingliederungs- in den Verwaltungshaushalt betroffen (O-Ton berichtete). Die BAG Arbeit fordert daher ein Plus von drei Milliarden Euro bei der arbeitsmarktpolitischen Förderung von Arbeitslosen.

Maßnahmen an Zielgruppe orientieren

Eine weitere Kernforderung der BAG Arbeit: Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen müssen an der jeweiligen Zielgruppe ausgerichtet sein. So sei beispielsweise nötig, dass Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote für Frauen diesen auch in Teilzeit ermöglicht werden. Bei Fördermaßnahmen für Flüchtlinge hingegen müsse eine stärkere Verbindung von sprachlichen mit berufsbezogenen Inhalten erreicht werden.

Für die Zielgruppe der Langzeitarbeitslosen fordert die BAG Arbeit die Schaffung eines sozialen Arbeitsmarkts mit mindestens 300.000 Plätzen. Auf diese Weise könnten nach Einschätzung der BAG Arbeit Langzeitarbeitslose arbeitsmarktnah integriert werden. Als Möglichkeit der Finanzierung schlägt die BAG Arbeit den Passiv-Aktiv-Transfer vor. Passive Sozialleistungen würden so in aktive Arbeitsmarktförderung umgewandelt werden.

 

 

Zum Weiterlesen:

O-Ton Arbeitsmarkt, Hartz IV in Deutschland: Kürzungen bei den Jobcentern in 2018?, 19.12. 2017.