SPD-Bundestagsfraktion beantragt dauerhafte Finanzierung öffentlich geförderter Arbeitsplätze

(o-ton) Die SPD-Fraktion im Bundestag hat am 24. Oktober einen Antrag eingereicht, öffentlich geförderte Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose dauerhaft über den so genannten Passiv-Aktiv-Transfer (PAT) zu finanzieren. Der PAT sieht vor, die finanziellen Mittel zu einem Teil aus den Eingliederungsbudgets und zum anderen durch die Umwidmung der passiven in aktive Leistungen der Arbeitsmarktpolitik zu gewinnen.

Hintergrund des Antrages ist der in Deutschland weiterhin hohe und vor allem verfestigte Anteil von Langzeitarbeitslosen, die auch bei allgemein guter Arbeitsmarktlage keine Arbeit finden. Die SPD-Fraktion geht in ihrem Antrag von rund einer Million Menschen aus. Diesen Menschen will sie mit der PAT-Finanzierung eine dauerhafte Integration in Beschäftigung und Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen.

Zuletzt wurden die Mittel für entsprechende arbeitsmarktpolitische Maßnahmen stark reduziert, beispielsweise durch die Instrumentenreform. Zudem sind die Maßnahmen bisher zeitlich befristet.

Zum Weiterlesen:
Antrag der SPD-Bundestagsfraktion, Sozialen Arbeitsmarkt dauerhaft über Passiv-Aktiv-Transfer ermöglichen – Teilhabe für alle durch sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im allgemeinen Arbeitsmarkt

Arbeitskräftenachfrage: 18 Prozent weniger Stellenanzeigen

(o-ton) Die Zahl der Stellenanzeigen in deutschen Printmedien sank im dritten Quartal 2012 auf 85.630. Das entspricht einem Rückgang um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, wie die Analyse des deutschen Stellenmarktes durch die Adecco Personaldienstleistungen GmbH ergeben hat.
Die Abnahme der Arbeitskräftenachfrage erstreckt sich dabei über alle Branchen und reicht von minus 27 Prozent im Industriesektor und bei Beratungsunternehmen bis zu minus ein Prozent in der Immobilienbranche. Gesuche im Gesundheits- und Sozialwesen dominieren weiterhin den Stellenmarkt, der Industriesektor rangiert auf Platz zwei.

Adecco wertet für den Stellenindex Anzeigen in Tages- und Fachzeitungen aus. Die Ergebnisse geben Hinweis auf Konjunkturentwicklung und Personalbedarf.

Zum Weiterlesen:

Adecco Stellenindex – Branchenbarometer 3. Quartal 2012

Über die Hälfte der Hartz IV-Empfänger ist „arbeitsmarktfern“

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(o-ton) Über 50 Prozent der erwerbsfähigen Empfänger von Hartz IV-Leistungen wurden von ihrem Arbeitsvermittler als arbeitsmarktfern eingestuft. Das zeigen Auswertungsdaten der Bundesagentur für Arbeit von August 2012. Bei arbeitsmarktfernen Personen wird davon ausgegangen, dass die Arbeitsplatzsuche länger als 12 Monate dauert oder (zunächst) nur öffentlich geförderte Arbeitsplätze wie Ein-Euro-Jobs realistisch sind. In jedem Fall ist eine intensive und langfristige Förderung durch die Jobcenter notwendig. 

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Armut und soziale Ausgrenzung: Laut EU-Definition jeder Fünfte in Deutschland betroffen

(o-ton) Rund 16 Millionen Menschen waren 2011 in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Das geht aus der Erhebung „Leben in Europa 2011“ hervor, wie das Statistische Bundesamt berichtet.
Armut oder soziale Ausgrenzung liegen entsprechend der EU-Studie vor, wenn in den befragten Haushalten eines oder mehrere der Kriterien „Armutsgefährdung“, „erhebliche materielle Entbehrung“ oder „sehr geringe Erwerbsbeteiligung“ auftreten.
2011 traf dies auf 19,9 Prozent beziehungsweise jeden fünften Menschen in Deutschland zu.  Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil von 19,7 Prozent ausgehend zudem leicht angestiegen.

Das Armutskonzept der EU hat allerdings nur begrenzte Aussagekraft. Hierzu O-Ton

Zum Weiterlesen:
Statistisches Bundesamt, Jede/r Fünfte in Deutschland von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen

Arbeitsmarktpolitische Sprecher positionieren sich zur Zukunft der Arbeitsmarktpolitik

(o-ton) Was steht ganz oben auf der arbeitsmarktpolitischen Agenda?
Wie hilft man Menschen ohne reale Chance auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung?
Wie könnte ein öffentlich geförderter Beschäftigungssektor finanziert werden?

Für O-Ton haben sich die arbeitsmarktpolitischen Sprecher aller Bundestagsfraktionen sowie der Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus zu diesen Fragen positioniert.

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